über die wendland-net-seite, auf der u.a. ein fotostream und aktuelle nachrichten zum stand der castortransporte zu sehen sind, bin ich auf ein interview mit CORNELIA HESSE-HONEGGER aufmerksam geworden.
seit 1964 zeichnet sie mutierte fliegen, verstrahlte wanzen, marienkäfer und andere winztierchen. waren es anfangs im labor verstrahlte tierchen, denen sie sich widmete, hat sie nach tschernobyl den entschluss gefasst, sich den vom radioaktiven fallout betroffenen tierchen in natürlicher umgebung zu widmen. seitdem hat sie nach eigenen aussagen so um die 300 geschädigte insekten gemalt. in diesem interview mit w-net sagt sie, dass sie in verschiedenen verstrahlten gebieten allein ungefähr 16 000 blattwanzen gesammelt hätte, die alle bei ihr zuhause untergebracht wären.
die eigentliche erkenntnis, die sie aus ihrer 20jährigen arbeit gezogen hätte, bestünde darin, "dass gerade in den gebieten, die eine so niedrige strahlung aufweisen, dass man sie praktisch nicht messen kann, gehäuft gravierende schädigungen auftreten."
daraus ergibt sich für sie die forderung, dass die etablierten schwellenwerte aufgehoben werden sollten. stattdessen sollte die natur als messinstrument genommen werden.
mehr dazu gibts hier zu lesen und zu sehen .
ausserdem gibt es auf rebell-tv vier videos zum anschauen:
teil 1
teil 2
teil 3
teil 4
den zusammenhang zu den aktuellen castor-transporten stellt ein zitat von greenceace her:
"Messungen von Greenpeace haben ergeben, dass die französischen Atommüll-Behälter (TN85) deutlich mehr Neutronenstrahlung freisetzen als die alten Castor-Behälter. Die von den neuen Behältern mit dem hochradioaktivem Atommüll ausgehende Neutronenstrahlung ist noch in 14 Metern Entfernung mit 4,8 Mikrosievert pro Stunde mehr als 500 mal höher als die zuvor gemessene Hintergrundstrahlung durch Neutronen."