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Gigaprints verbannen?

Friday August 29, 2008 at 08:29AM

Karl-Marx-Allee
Karl-Marx-Allee
Jetzt haben die GRÜNEN endlich die Debatte begonnen, die ich schon lange führen möchte.

Schaut auf meine Gruppe GIGAPRINTS - About the group GIGAPRINTS

Advertising banners made of pvc or net vinyl. Gigaprints are going to pollute our habitat. By setting up huge monster frames we cannot escape any longer. Let us have a look at those and find creative means to alter the messages or discuss matters differently.

Im Tagesspiegel 28.8.2008 steht:

Grüne wollen Großplakate verbannen
Das Ausmaß von Großflächenwerbung wird der Berliner Grünen-Fraktion zu viel. Sie fordert, die Bauordnung zu ändern, damit die Stadt nicht zu einer einzigen Werbefläche wird.



"Alles andere als stadtbildverträglich" findet die Grünen-Fraktion im Abgeordnetenhaus die um sich greifenden Großflächenwerbung. Am Leipziger Platz existierten inzwischen ein Drittel der sichtbaren Gebäude nur als Werbefassade, "weil die Werbeeinnahmen für Eigentümer offenbar attraktiver sind als Wohn- und Gewerbemieten", sagte gestern die Abgeordnete Claudia Hämmerling beim Blick auf die falschen Fassaden mit ihren Werbebotschaften. Einer der wichtigsten Plätze Berlins sei ein Potemkinsches Dorf. Wenn sich Großwerbung dieser Art auf Gerüsten schon nicht verhindern lasse, sollte das Land Berlin "adäquat" beteiligt werden, mindestens mit der Hälfte der "erklecklichen" Werbeeinnahmen.

Ein großes Poster an einer markanten Ecke in Mitte kann monatlich bis zu 30.000 Euro einbringen. Die Grünen fordern, die Bauordnung so zu ändern, dass Werbeverhüllungen an privaten Baugerüsten künftig genehmigungspflichtig sind. Ein Katalog soll vorschreiben, wo Werbung unzulässig ist. Große Poster dürften nicht dauerhaft vor einem Bauwerk hängen und die Sicht versperren.

Werbeplanen an Häusern nur zulässig, solange dahinter auch gebaut wird

An landeseigenen Bauwerken sollte Werbung nur noch erlaubt werden, wenn ohnehin für Sanierungsarbeiten eine Plane erforderlich ist. Eine öffentliche Ausschreibung könnte die vom Rechnungshof verlangte Kostentransparenz und Klarheit über die Dauer der Verhüllung gewährleisten. Großflächenwerbung sollte auf jeden Fall "städtebaulich und ästhetisch vertretbar" sein. Die Fraktion der Grünen hat unter der Überschrift „Ganz Berlin eine Werbefläche?“ einen Parlamentsantrag zur Steuerung und Kontrolle der Großflächenwerbung eingebracht. Auch Manuela Damianakis von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung sprach gestern von einem "Problem", das genau beobachtet werde. An Häusern seien Werbeplanen nur zulässig, solange dahinter auch gebaut werde. Das müssten die Bezirke überprüfen, das aber sei nicht immer einfach. Die Grünen-Fraktion glaubt, dass sich oftmals hinter der Werbung gar nichts tut.

Besonders umstritten waren die Großflächenwerbung an der Charité und am Charlottenburger Tor, auch am Bebelplatz. Seit geraumer Zeit hängt an einem rund zehn Jahre alten Neubau an der Leipziger Straße ein großes Werbeplakat in Fahrtrichtung des Verkehrs. Auch am Checkpoint Charlie ist das einzige alte Haus mit einem Werbeplakat verhängt. "Es ufert aus", sagte Claudia Hämmerling. Und meinte damit nicht nur Haus- und Gerüstwerbung. Dass der Bezirk die große Leuchtwerbung am Schöneberger Gasometer – sie soll nächste Woche in Betrieb gehen – genehmigt habe, sei ebenfalls "abenteuerlich".(C.v.L.)

(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 28.08.2008)
URL: www.tagesspiegel.de/berlin/Gruenen-Fraktion-Grossplakate-Werbung;art270,2602264

Eine FOTO-Sammlung der Auswüchse, mit Begründungen, haben die GRÜNEN auf einer PDF-Seite zusammengestellt.

http://www.gruene-fraktion-berlin.de/cms/files/dokbin/247/247001.fotodokuwerbung.pdf

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5 Comments / add your comment?

Knut Burmeisterpro says:
Ich persönlich bin eh ein Freund dezenter Plakatierungen. Ein Blick in die Schweiz ist hier erlaubt.

--
Seen in fischlunge home page (?)
Posted 4 months ago. ( permalink / translate )
fan_berlin replies:
Die Berliner müssen immer übertreiben. Ihre Gigomanie ist ja bekannt. Bescheidenheit ist nicht ihr ding, und als die Werbeindustrie das erkannte, gab es kein Halten mehr.
Danke für Deinen Besuch.
Übrigens: Dein Bushäuschen-Serie gefällt mir sehr gut.
Posted 4 months ago. ( permalink / translate )
*Reinhard*pro says:
nun es hieß ja auch mal Groß-Berlin ;-/
wer als Hauseigentümer ob jetzt Privat oder Kommunal freut sich nicht wenn er im Monat 30000 € einstreichen kann; denn so eine Haussanierung ist nicht billig, aber es sollte tatsächlich nur für die Zeit der Renovierung sein und dann zum Umfeld passen!
Posted 4 months ago. ( permalink / translate )
fan_berlin replies:
Da fällt mir auf, man könnte das Wortspiel Gigomanie weiterdrehen ... Gigamoney.

Für die Finanzierung obsoleter Bauten war das ja mal gedacht. Heute ist daraus eine Industrie geworden. Ich bleibe dran.
Posted 4 months ago. ( permalink / translate )
*Reinhard*pro replies:
ja das ist eine schöne Umschreibung, aber trifft noch nicht ganz den Berliner Humor!
Posted 4 months ago. ( permalink / translate )

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