Knut Burmeister Published on July 28, 2008
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Digitale Schwarzweiß-Fotos – Rotfilter sinnvoll?

Monday July 28, 2008 at 12:57PM

Es ist ja nicht ganz unbekannt, dass es allerlei Filter gibt, die sich durch digitale Technik nicht ersetzen lassen bzw. deren Effekte digital nicht einwandfrei reproduzierbar sind (z.B. Polarisierungsfilter, IR-Filter etc.).

Eine Frage, die sich mir immer wieder stellt, ist, ob auch ein klassischer Rotfilter dazugehört oder ob in der elektronischen Bildverarbeitung zumindest theoretisch einfach nur grüne und blaue Farbkanal auszublenden und letztlich die Sättigung ganz herunterzunehmen ist, um aus einem digital erstellten Foto ein Rotfilter-Schwarzweißfoto zu machen.

Fotografiert jemand von euch vielleicht Schwarzweißfotos mit Rotfilter und teilt seine Erfahrungen mit mir? Bzw.: Hilft mir so ein Ding auch – oder nicht?

PS: Grundlegend bin ich sowieso kein echter Freund großer Bild-Nachbearbeitung. Daher wäre eine vorherige „Bearbeitung“ des Fotos (also per Filter auf Objektiv) eh schön. Hm. Aber ist der Unterschied sehr gravierend?

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ghoermannpro says:
Probiers mal mit dem GIMP-Plugin "B/W Film Simulation" , damit kannst du verschiedene Filmtypen (Ilford, Kodak, Agfa...) simulieren und alle gängigen Filter ohne das Gehühnere mit Kanälen. Ich arbeite praktisch nur noch damit.

serge.mankovski.com/photoblog/bw-film-simulation-in-gimp

--
Seen in ghoermann home page (?)
Posted 5 months ago. ( permalink / translate )
hagee says:
Ich muß zuerst sagen, daß ich ein reiner Film-Fotograf bin. Und als solcher muß ich sagen, daß es sicher auch digital einen Unterschied machen wird, wenn man mit einem Filter nur noch Licht von einer Farbe auf den Sensor gelangen läßt. Meinem Verständnis nach bewirkt der SW-Modus der Kamera (oder das Konvertieren auf SW) das selbe, was ein panchromatischer SW-Film mit Farben macht, nämlich daß ihnen ein Grauwert zugeordnet wird, der dem Augeneindruck am nächsten kommt. Sind diese Farben nicht mehr vorhanden dürfte das Resultat ein anderes sein als wenn vorhandene Farben am Rechner in Grauwerte umgerechnet werden, unabhängig der Charakteristik unterschiedlicher SW-Filme, die von der Software simuliert werden können.

Nachdem Rotfilter zu teuer nicht sind möchte ich zu einem Versuch raten! Auf Film ist der Erfolg jedenfalls ein nachhaltiger.
Posted 5 months ago. ( permalink / translate )
Ron Talis says:
Da bin ich nicht so ganz einverstanden. Ein Film empfangt viel mehr als die Augen.

Kurz gesagt (siehe hier bitte Wikipedia->Photorezeptor) kann ein menschlicher Auge nur Schwarz/Weiss mit den Stäbchen und drei Farben mit den Zapfen erkennen (ungefähr blau, grün und rot). Von dieser Erkenntniss ist die Trichromie Foto entstanden, die jetzt in vielen numerischen Farbsystemen verwendet wird. Ein digitales Bild ist schon aus drei SW Bilder gemacht, meistens mit dem Bayer Filter vor dem Chip in rot grün und blau.

Wenn man die Empfindlichkeit/Wellenlange Kurve eines panchromatisches SW Filmes sieht, ist es klar, dass ein SW FIlm auf dem gesamten Spektrum in dem Bereich 400-650 nm reagiert (siehe hier bitte www.google.de/search?hl=de&q=inur%3Apanf_fp4_hp5plus_de&btnG=Suche&meta=). Ein FIlter verkleinert nur dieses Aufnahmefenster.

Wenn Du ein bestimmtes rosa aufnehmen willst, kannst Du mit dem bestimmten rosa FIlter die rosa Farbe und nur die auf deinem SW FIlm als grau aufnehmen. Um es wieder als rosa warnehmen zu können, muss Du wiederum die rosa Brille aufsetzen. Mit einem digitaler Kamera, muss man es auf die drei Komponenten verteilen, nachberechnen und dein Gehirn den Rest machen lassen.
Posted 5 months ago. ( permalink / translate )
Ron Talis edited this comment 5 months ago.
Byggvir Of Barleypro says:
Bei digitalen Kameras ist ein Farbfilter nicht notwendig. Eine Farbe raus zu filtern kann man der Software überlassen. Der Vorteil des nachträglichen filterns ist, dass man verschiedene Farben filtern kann und so mehrere Versionen produziert werden können. Auch kann man die Filterstärke nachträglich frei wählen.
Posted 4 months ago. ( permalink / translate )
Dirkpro replies:
Also am besten als RAW aufnehmen, so bleibt alles erhalten und man kann nachträglich trennen, was man trennen möchte, und muss nicht mit einer Bitmap arbeiten.

--
Coming from fischlunge blog (?)
Posted 4 months ago. ( permalink / translate )
Knut Burmeisterpro replies:
Dirk, so mache ich es ja bisher, weshalb ich auch nicht einfach mit den kamerainternen Bildeffekten arbeiten kann (dies ist eigentlich der Urgrund des Gedankens, einen Rotfilter zu benötigen). Die kamerainternen Bildeffekte (hier: S/W mit Rotfilter-Simulation) liefern m.E. sehr gute Ergebnisse. Ich habe nur das Gefühl, dass ich es in einem RAW-Bild (Bildeffekte werden bei der Aufnahme ignoriert) technisch nicht hinbekomme, gleiches zu simulieren.
Hm. Doch nur ein Kompetenzproblem meinerseits? :-)

PS: Ja, ich kann PS eigentlich bedienen. Ich verdiene seit gut 6 Jahren mein Geld damit …

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Seen in my account recent activity (?)
Posted 4 months ago. ( permalink / translate )

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