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600 km mit dem Kajak auf dem Yukon nach Alaska
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Joan As PoliceWoman - To Be Lonely
600 km mit dem Kajak auf dem Yukon nach Alaska
"Paddeln bezeichnet die Fortbewegung eines Paddelboots durch einen Paddler mittels Paddel (Doppelpaddel oder Stechpaddel) und kommt vom frei in der Hand bewegten Paddel (eng. "paddle" = "rühren", "Rührstange"). Die einzelnen Paddelschläge werden dabei genutzt, um das Boot voranzutreiben, abzubremsen, zu steuern oder dem Boot zusätzliche Stabilität im labilen Gleichgewicht auf dem Wasser zu geben."
So steht es im Wikipedia.
Hinzufügen möchte ich noch Folgendes: Paddeln ist manchmal höllisch anstrengend, das Kajak auf Kurs zu halten erfordert viel Geduld und Konzentration. Vor allen Dingen, wenn einem ein strammer Wind von vorne ins Gesicht pustet und der Fluss nicht nur einfach still vor sich hinfliesst, sondern sich in wilden Strudeln windet.
Nachdem wir nun schon 7 Tagesetappen mit durschschnittlich 50 km gepaddelt waren, hatte ich ein gutes Gefühl für das Boot und die Technik entwickelt und es fuhr meistens in die Richtung, in die wir wollten.
Am folgenden Tag war es allerdings ein bisschen anders.
Zum Glück hatte es aufgehört zu regnen und Bernd's frischgebrühter Kaffee und die Sonne weckten auch an diesem Morgen die Lebensgeister. Vor dem Paddelspass stand wieder die schon zur Routine gewordene Packerei, wir waren mittlerweile ein gut eingespieltes Team und der Lagerabbau klappte wie am Schnürchen.
Nachdem wir einige Kilometer zurückgelegt hatten, wurde es immer stürmischer, der Wind drückte die Boote zur Seite und wir hatten alle Mühe voranzukommen. Die starke Strömung und die vielen Kabbelwellen - "shoppy water", wie die Kanadier es nennen - machten es auch nicht einfacher. Im Kampf mit den Elementen liess sich das Kajak nur noch höchst widerwillig steuern und ich trieb in rasantem Tempo auf eine Felswand zu. Der heisse Ritt, der mich um ein Haar kentern liess, wurde glücklicherweise gebremst von einem am Felsen befindlichen Kehrwasser.
Nachdem ich mich mit Bernd's verbaler Unterstützung aus dem Kehrwasser manövriert hatte, ging es wieder Richtung Flussmitte und weiter unserem Tagesziel entgegen, Stewart Island, an der Mündung des Stewart River gelegen. Dort sollte es laut Flussführer einige Hütten und einen Laden geben.
Wir waren sehr verwundert und enttäuscht, als ausser den Resten einiger Cabins kein Stewart Island mehr zu sehen war, zum grössten Teil war alles weggeschwemmt.
Der Fluss gibts, der Fluss nimmts...also paddelten wir weiter und schlugen alsbald mit unserem Zelt wieder mal auf einer Sandbank auf.
Das würden wir auch gerne wissen.
Und nicht nur das.
Gerne wüsste ich auch, was schreiben über das Solodebüt der Dresden Dolls Sängerin Amanda Palmer, die mich letzten Donnerstag komplett sprachlos aus dem Abart ins herbstlich verregnete Zürich entlassen hat.
Mehr noch. Glücklich. Staunend. Berührt.
Amandas Stimme flüsterte und stöhnte, kratzte und schrie und im Zusammenspiel mit theatralischer Mimik und ihrem Piano raubte einem diese Fülle an Ausdruck die eigenen Ausdrucksmöglichkeiten.
Wie die Wortfindungsstörungen überwinden ? Erst mal anschleichen mit dem zum Glück vergeblichen Versuch, die Palmer in eine Schublade zu stecken. Ein passendes Genre zu finden ist spannend, weckt es doch eine lange Liste von Assoziationen.
Kurt Weill meets PJ Harvey, Madonna unternimmt beschwingte Ausflüge in den Chaleston der 30er Jahre, da haucht für Sekunden die sanftmütige Tori Amos am Piano sphärische Töne um sich gleich darauf als David Bowie im Berliner Kabarett der 20er wiederzufinden.
Der Bogen ist weit gespannt und der Ansatz, deutsche Cabaret Tradition und Weillsche Songstrukturen mit Punk und Alternativ-Rock zu paaren, wohl einzigartig.
Ihr Solo-Arrangement nutzt die charismatische Amanda genial, um mehrere Musiker/innen - ihre "friends" - zu beteiligen. Herausragend erwähnenswert die grossartige Ex-Rasputina Cellistin Zoe Keating, die auch schon das Vorprogramm bestritt.
Völlig absorbiert lauschte ich den Tönen, die Zoe aus ihrem Cello zupfte und streichelte, mal sphärisch psychedelisch, dann wieder basslastig rockig, an Apocalyptica orientiert. Seit ihrer Kindheit streicht sie sich durchs Leben - die sympathische, gebürtige Kanadierin Zoe hat ihr Handwerk gelernt, das hörte man.
Während Amanda sich spottend und tröstend hinter dem Piano räkelte, um sich dann wieder kraftvoll in die Tasten fallen zu lassen, umschmeichelten Zos's Streich- und Zupfarrangements ihren facettenreichen Gesang - eine ideale Ergänzung.
Der Konzertabend barg viele Überraschungen und wurde nie langweilig. Mal tauchte überraschend eine Gitarre auf, dann wieder wurde die Bühne in ein groteskes, an die Rocky Horror Picture Show erinnerndes Spektakel verwandelt.
Die Spielfreude und dynamische Kreativität der Vollblutkünstler liess nichts zu Wünschen übrig und sie rockten, als ob sie die Weimarer Republik ein zweites Mal erschüttern wollten.
Dass es gut werden würde, ahnte ich schon. Es war unbeschreiblich gut. Dieser Beitrag ist ein Versuch, das Unbeschreibliche in Worte zu fassen...
600 km mit dem Kajak auf dem Yukon nach Alaska
In meinem Brief habe ich die Ortsnamen der Ureinwohner verwendet, wo immer ich sie lernen konnte. Meiner Meinung nach sollte dies immer untersucht werden. Die indianischen Namen für Berge, Seen und Flüsse sind Richtungsweiser für Reisende, wer sie auch immer sein mögen. Diese Namen mit Namen einer fremden Sprache zu ersetzen bedeutet, die natürlichen Wegweiser zu zerstören…Ein weiterer guter Grund, diese Namen zu erhalten besteht darin, dass einige Traditionen mit diesen Namen verknüpft sind. Diese Menschen haben keine geschriebene Sprache, doch ihre Ortsnamen sind ein ausgezeichnetes Mittel, ihre Geschichte zu lernen.
-E. J. Glave, 1890, Zitat aus Reading Voices.
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Fort Selkirk war ein wirklich wichtiger Ort. Alle kamen hierher zum Handeln - von Ross River, Carmacks und der Küste. Einige kamen sogar von noch weiter her. Bei mehreren Gelegenheiten zogen Menschen aus Fort Good Hope und Fort Norman über die Mackenzie Mountains nach Fort Selkirk. Die Tlingit und Chilkat von der Küste reisten auf einem Pfad nach Fort Selkirk, der später als Dalton Trail bekannt wurde, um mit den Menschen dort zu handeln. Die meisten dieser Treffen fanden im Frühling und Sommer statt.
Robert Campbell von der Hudson’s Bay Company errichtete 1848 in der Nähe einen Handelsposten und der Ort wurde zum Versorgungszentrum für die umliegende Gegend. Viele Menschen reisten zu bestimmten Anlässen wie Weihnachten oder im Frühling nach Fort Selkirk, um Pelze zu verkaufen, einzukaufen oder um sich gegenseitig zu besuchen. Wenn die Ureinwohner mit ihren Hunden ankamen, blühte die Stadt etwas auf und das Leben wurde aufregender. Die Tlingit fürchteten wegen der Ansiedlung der Hudson’s Bay Company um ihre traditionellen Handelsbeziehungen zur athapaskischen First Nation und zerstörten das Fort noch im gleichen Jahr. 40 Jahre später wurde es wieder aufgebaut und entwickelte sich zu einem wichtigen Versorgungszentrum am Yukon. Als Mitte des 20. Jahrhunderts der Klondike Highway, dessen Verlauf Fort Selkirk umgeht, gebaut wurde und der Yukon als Handelsweg an Bedeutung verlor, wurde der Posten aufgegeben.
Viele der Gebäude sind mittlerweile wieder aufgebaut worden. Die Fort Selkirk Historic Site ist anteilig im Besitz der Selkirk First Nation und des Tourismus- und Kulturministeriums der Provinzregierung. Es gibt keinen Straßenanschluss. Fort Selkirk kann per Boot oder Flugzeug erreicht werden.
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Pelly Crossing, ein verschlafenes Nest am Klondike Highway mit rund 300 Einwohnern, war am Anfang des 20. Jahrhunderts ein Versorgungslager für die Highwayarbeiter und Fährstation über den Pelly River. Heute leben hauptsächlich Indianer der Selkirk First Nations dort, die sich überwiegend traditionell vom Fischen, Jagen und Fallenstellen ernähren.
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