Den vierten Tag habe ich mal chilliger angehen lassen. Den ganzen Vormittag am Strand abhängen, mit den Wellen spielen, lesen, dies das eben. Am Abend war ja die große Eröffnung. Das war schon sehr beeindruckend, aber auch irgendwie desillusionierend. Die sonst immer so netten und freundlichen Amerikaner spielten sich auf einmal ziemlich auf, und von den Europäern brauchen wir hier gar nicht zu reden. Alle wollten immer als erstes beraten werden, ihre Gesichter in die Kameras halten, kaufen, was auch immer. Also bin ich auch ganz schnell abgezogen. Am Strand zwischen der 21st und 22nd Street wurde die Art Basel Miami Beach Positions eröffnet. Es sollte eine entspanntere Sache werden. Möchtegern entspannt. Junge Galerien hatten hier die Chance, in herausgemachten Containern auszustellen und um die ganze Sache noch "junger" zu machen, war in der Mitte ein Skatepark aufgebaut, der DJ legte House auf und auf dem riesigen Bildschirm liefen coole Videos. Im Grunde eine gute Sache, aber als ich mich mit ein paar Skatern aus Miami Beach unterhielt, stellte ich fest, dass sie die ganze Einrichtung nicht "bespielen" dürfen. Nur ausgewählte Skateperformer und das auch nicht mal am Eröffnungsabend, weil die Leute Platz zum sitzen brauchen...Also nichts mit Streetart und Streetculture. Ich machte mich auch da recht schnell vom Acker, wollte den berühmten Ocean Drive bei Nacht erleben. Auch hier: keine Skater, keine prolligen Karren, keine Models. Stattdessen Ballermann-mäßige Musik aus jeden Restaurant, Schmuckverkäufer, das übliche an einer Strandpromenade eben.
Na, zumindest konnte ich ein paar ganz gute Fotos machen, während ich auf den Bus wartete (eine Stunde lang).
Jetzt gehts zum Frühstück zu einem Sammler im Design District in Miami.
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