Als jemand, der aus dem Westen kommt und seit 18 Jahren in Dresden lebt, merkt man da auf: Eigentlich reden die Menschen hier doch verständlich - verständlicher gar als manch andere (die ja auch schmunzelnd-selbstbewusst bekennen, alles zu können - außer hochdeutsch). Und Ausländer sind hier Kommilitonen, Partner und Freunde, auch wenn es schlagzeilenträchtige Ausnahmen gab.
Die Idee war: Ausländerfreundlichkeit zu zeigen. Ein Wort, dass es so kaum in den Zeitungen gibt (steht es eigentlich im Duden? Und warum nicht?). Mitstreiter waren schnell gefunden: Jens Bemme, während der Drehzeit zum Film im Marketing der TU Dresden beschäftigt. Juliane Terpe, Chefin des Kulturteams im akademischen Auslandsamt der TU Dresden als Kontaktfrau zu den ausländischen Studentinnen und Studenten, die im Film auftreten. Silke Scheerer, die mit mir zusammen die DFG-Science-TV-Filme für den SFB 528 gedreht hat. Und Robert Schymiczek aka Zorknemesis, der in der letzten Phase des Projekts als kreativer Filmemacher das Vorhaben mit dem nötigen Fertigungs-Schub versah.
Oh, und dann natürlich die Hauptpersonen im Film (Nebenrollen gab's keine ;-)! Vor und im Beyer-Bau spielten sie fast wie Profis ihre Rollen: In der Heimatsprache stellten sie sich vor, auf deutsch sagten sie, was sie an der TU Dresden umtreibt. Was die MItglieder des Laienteams von Profis unterschied: Sie waren herzerfrischend unkompliziert, wiederholten ihren Text für andere Kameraeinstellungen immer wieder - und sie lachten, lachten, lachten!
Ja: Es hat Spaß gemacht - und die bunte Vielfalt der Sprachen und Lebensbiographien kumulierte dann doch im italienisch-deutsch-englischen Mittagsvergnügen nach dem Dreh: Es gab Pizza und Gespräche!
translate into English
Send a message
Search for members
KaDDie says:
Muss mal dazu sagen, dass ich lustigerweise insgesamt mehr Leute aus dem Westen an der TU kennengelernt habe...
Marcelpro says:
Oder sehe ich da was falsch?
Viele Westdeutsche, die es aus allerlei Gründen ins hiesige Weimar verschlagen hat (im Falle der Studenten wohl vor allem wegen billiger Wohnräume, geringer Lebenshaltungskosten - wenn ich mal von den Spezialisten aus Asien absehe, die wegen des Musikstudiums hier sind), scheinen sich recht wohl zu fühlen. Wenn sie natürlich auch häufig später wieder der Arbeit hinterherziehen. Vielleicht sollte man in einem zweiten Film mal die befragen, die den Sprung "gewagt" haben?
Marcel edited this comment 12 months ago.
stip replies:
ich glaube nicht, dass jemand übertrioeben hohen "Wert auf einen hohen Ausländeranteil und gute Integration der verschiedenen Kulturen" legt. das verhältnis sollte nur entspannt sein und nicht angespannt. mir (uns) war es wichtig, einmal zu zeigen, dass ausländerfreundlichkeit etwas normales ist - und dass man mit der normalität sich durchaus auch einmal zu worte (zu bilde) melden darf!
--
Seen in my account recent activity (?)
widdersonpro says:
DREI Studierende auf einen Prof., gemütliche Lehrstunden in dessen Arbeitszimmer. Sie schwärmt noch heute davon (inzwischen Galeristin in Düsseldorf ....)
stip replies:
rob_visual says:
stip replies:
Super-Idee. Mal sehen, ob unser kleines virales Wirken Wirkung zeigt :-)
Pandarinepro replies:
lichtundschattenpro says:
lichtundschattenpro says:
Torsten D-P says:
jeb replies:
Drum schnell noch die Konjugation gelernt: 1. Ich bin ein freundlicher Ausländer. 2. Du bist ein freundlicher Äusländer. 3. Er ist auch ein freundlicher Ausländer. Wir sind freundliche Ausländer. Ihr seid ja auch freundliche Ausländer. Und Sie sind alle auch und erst recht freundliche Äusländer. :-)
Studentenstiftung Dresden says:
Curlgirl says:
Ein gelungener Film, Fortsetzung folgt (hoffentlich)